ColognePride 2016 – anders.Leben!

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Mit dem Motto will der KLuST nicht nur einen Rückblick auf den gemeinsamen Kampf gegen Diskriminierungen und für eine vollständige rechtliche Gleichstellung sowie eine uneingeschränkte gesellschaftliche Akzeptanz in den vergangenen 25 Jahren wagen, sondern auch die Frage stellen, was es eigentlich im Kalenderjahr 2016 bedeutet, „anders“ zu leben und zu lieben. Wie steht es um die Integration und Inklusion von LSQBTI*s in Gesellschaft, Politik, aber auch innerhalb der eigenen Community?

Alleine der Umstand, dass schon der Gesetzgeber auch heute noch Diskriminierungen aktiv schürt, indem Gesetze auf Grund von „Bauchgefühlen“ nicht geändert werden und damit einem diskriminierungsfreien und selbstbestimmten Leben entgegenstehen oder aber auch weiterhin eine Rehabilitierung der nach dem alten § 175 StGB verurteilten LSQBTI*s aussteht, zeigen Defizite im legislativen Rechtsstaatsbewusstsein auf, welche dringend überholt und angepasst gehören.
Auch der jüngste Erfolg rechtsgerichteter und menschenrechtsfeindlicher Parteien bei zurückliegenden Wahlen zeigt ein Bild auf, welches die Beantwortung der Frage „Was wollt ihr denn noch?“ bereits im Kern selbst beantwortet.

Fast täglich zeigen Pressemeldungen und Erlebnisse von LSQBTI*s jeder Altersklasse zudem, dass gesamtgesellschaftlich zwar schon vieles bewegt werden konnte, Diskriminierungen und Stigmatisierungen jedoch auch weiterhin auf der Tagesordnung anders liebender Menschen stehen.
Schwerbehinderte, ältere und pflegebedürftige LSQBTI*s sowie solche mit Flucht- oder Migrationshintergrund stehen zudem nicht nur gesamtgesellschaftlich, sondern regelmäßig auch innerhalb der Community im Schatten eines Seins, der mit einer vielfältigen Lebensweise oft nicht in Übereinklang zu bringen ist.

Kurzum: Diskriminierungen und Stigmatisierungen gehören im Jahre 2016 immer noch zum traurigen Alltag. Anders leben ist damit nicht nur in der Gesellschaft ein weiterhin oft mit Angst und Schmerz geprägtes Bild des Zusammenlebens.
Der ColognePride 2016 will aus diesem Grund den Fokus darauf legen, wie wir zusammenleben und zusammen leben wollen – in der Vergangenheit, der Gegenwart und in Zukunft!