Politische Forderungen

Der Cologne Pride fordert die Politik stetig auf zu handeln, die Gesellschaft zu sensibilisieren, Diskriminierung abzubauen und zu verbieten und für ein gleichberechtigtes Nebeneinander zu sorgen.

Der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. stellt folgende konkrete Forderungen:

 

  • Erweiterte Finanzierung der Antidiskriminierungs- und Aufklärungsarbeit in Schulen undZertifizierung der Schulen durch eine Plakette.

  • Mehr Sensibilisierung und Unterstützung für junge LGBTIQ*-Menschen beim Coming-out, durch Aufklärung, Notfalltelefone und ein deutschlandweites Netz von Beratungsangeboten.

  • Kooperation zwischen LGBTIQ* Jugendzentren und heteronormativen Jugendzentren und -gruppen.

  • Finanzielle Sicherheit für queere Jugendzentren und alle anderen LGBTIQ*-Beratungen und Zentren.

  • Bessere Antidiskriminierungsarbeit für Menschen mit HIV in ihrem Umfeld und am Arbeitsplatz sowie mehr Mittel für die Aufklärung zu neuen Behandlungsmethoden wie PREP, die HIV- und STI-Prävention.

  • Verbesserung der medialen Berichterstattung, z.B. zum CSD, IDAHOBIT* oder Coming Out Day, sowie mehr Sichtbarkeit für lesbische Frauen, Trans*Personen und bisexuelle Menschen in den Medien.

  • Intensivierung der Unterstützung für LGBTIQ*- Geflüchtete und besonders für junge Geflüchtete, wie bessere Schulung bei den Behörden, sichere Unterkünfte und mehr Einsatz gegen Abschiebeandrohungen durch massenhaft fehlerhafte BAMF-Bescheide. Keine Ankerzentren für Geflüchtete.

  • Stärkung der Arbeit mit älteren LGBTIQ* in derPflege, Unterstützung zu Hause und endlichvollkommene und schnelle Hilfe für ALLE Opfer des Paragraphen 175.

  • Die Verankerung des Antidiskriminierungsschutzes in Artikel 3 des Grundgesetzes. Bundesweite Aktionspläne gegen Homo-, Trans- und Biphobie.

  • Die Durchsetzung der Stuttgarter Erklärung zur menschenrechtskonformen Behandlung von Menschen mit geschlechtlichen Normabweichungen (www.die-erklaerung.de). Die sofortige Einbeziehung der Fachleute und Aktivisten in die aktuell laufenden Beratungen zur Gesetzesnovellierung.

  • Die endgültige Trennung aller Religionen vom Staat und das Ende der arbeitsrechtlichen Ungleichbehandlung von Angestellten der Kirche.

  • Das Adoptionsrecht für lesbische Paare muss endlich angepasst werden.

  • Ein klares Bekenntnis und ein Aktionsplan der Regierung und der Medien gegen Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus, Homo-, Trans- und Biphobie und die generelle Abwertung von Minderheiten.

  • Wir fordern die Landesregierungen und Landespolizeibehörden auf, ähnlich wie in Berlin, Straftaten aufgrund sexueller Identität gesondert statistisch zu erfassen, um die Präventionsarbeit zu erleichtern.

  • Ein klareres und besseres internationales Engagement der BRD für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit, vor allem bessere Unterstützung von LGBTIQ*-Initiativen vor Ort, sowie keine Waffenexporte mehr in Krisenregionen.

Ansprechpartner_in

Ina Wolf
i.wolf@colognepride.de
T: +49 221 99110210

Jens Pielhau
j.pielhau@colognepride.de
T: +49 221 99110240