Laut, bunt und vielfältig. Wir sind mehr als eine schrille Minderheit.
Wir sind Frauen und Männer, Zahnarzt und Mechatronikerin, Mütter und Väter, Sohn und Enkelin, arm und reich, jung und alt, Moslem und Atheistin. Wir sind in Mekka und auch in Rom.
Wir sind. Wir sind da, egal was in Berlin oder anderswo entschieden wird. Wir waren schon immer da und werden es auch immer sein. Wir sind. So oder so.
Mit Unterstützung der Politik. Oder ohne.
Mit dem Segen der Kirche. Oder ohne.
Mit der Zustimmung der Familie. Oder ohne.
Wir sind. So oder so.
Wir haben ein Recht auf Identität, auf Würde und Gleichbehandlung und sollten auch ein Recht haben, heiraten zu dürfen, Familien zu gründen, Kinder rechtlich abzusichern und die gleichen Steuern zu zahlen.
Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle werden in Deutschland aufgrund ihrer sexuellen
Orientierung oder geschlechtlichen Identität rechtlich noch immer wie Menschen zweiter Klasse
behandelt. Zwar können sich gleichgeschlechtlich Liebende seit 2001 verpartnern lassen. Doch immer
noch verweigert der Gesetzgeber die völlige rechtliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und
Ehe. Immer noch heißt es deshalb für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland: Wir dürfen zwar
die gleichen Worte sagen, haben aber nicht die gleichen Rechte. Das muss sich ändern. Und zwar
jetzt.
Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle erleben noch immer Ausgrenzung und Diskriminierung
aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Mit einer vollständigen
rechtlichen Gleichstellung geht noch keine gesellschaftliche Akzeptanz einher. Jede und Jeder hat
das Recht, anders zu sein. Vielfalt ist eine Bereicherung.
Wir fordern eine vollständige rechtliche Gleichstellung durch eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften und eine gesellschaftliche Akzeptanz –
für unterschiedliche Lebensstile und für ein Leben innerhalb und außerhalb der gesellschaftlichen Mitte. So oder so.

















