Wir sind. So oder so.
Das Motto des ColognePride 2013

Laut, bunt und vielfältig. Wir sind mehr als eine schrille Minderheit.
Wir sind Frauen und Männer, Zahnarzt und Mechatronikerin, Mütter und Väter, Sohn und Enkelin, arm und reich, jung und alt, Moslem und Atheistin. Wir sind in Mekka und auch in Rom.

Wir sind. Wir sind da, egal was in Berlin oder anderswo entschieden wird. Wir waren schon immer da und werden es auch immer sein. Wir sind. So oder so.

Mit Unterstützung der Politik. Oder ohne.
Mit dem Segen der Kirche. Oder ohne.
Mit der Zustimmung der Familie. Oder ohne.
Wir sind. So oder so.

Wir fordern eine vollständige rechtliche Gleichstellung durch eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften und eine gesellschaftliche Akzeptanz –
für unterschiedliche Lebensstile und für ein Leben innerhalb und außerhalb der gesellschaftlichen Mitte. So oder so.

Der Gedanke hinter dem Motto des ColognePride 2013

Das Motto des ColognePride 2013 fokussiert sich auf eine denkbar einfache Feststellung:
die des Daseins. Man kann uns nicht einfach wegdiskutieren oder -denken. Es gab uns schon immer und wird uns auch in Zukunft geben. Wir sind Teil einer vielfältigen Gesellschaft und haben als solcher ein Recht auf Gleichstellung und Akzeptanz.

Das Motto ist universell und hat eine freie offene Form. Es steht für die Pluralität der Lebensentwürfe. Alle Beteiligten bietet es einen kreativen Spielraum, denn das Motto kann nach den eigenen Vorstellungen ergänzt werden.

Wir sind dabei. So oder So.
Wir sind hier. Wir sind bereit. Wir sind unzertrennlich.

Download-Motive zum Motto und zur Plakat-Kampagne 2013

Rechtlicher Hinweis:
Das Motto des CSD Köln und des ColognePride sowie die gesamte damit zusammenhängende Gestaltungslinie sind urheberrechtlich geschützt. Ohne vorherige Zustimmung des Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. ist es daher untersagt, das Motto und / oder die Gestaltungslinie in einer Weise zu gebrauchen und / oder umzugestalten, die geeignet wäre, die inhaltliche Aussage des Mottos zu verändern und / oder die Gestaltungslinie zu verfälschen. Ausdrücklich untersagt ist die Nutzung des Mottos und / oder der Gestaltungslinie zu werblichen Zwecken.

Der ColognePride mit dem CSD Köln

Der Kölner Christopher Street Day (CSD) ist die gemeinsame Demonstration von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen sowie deren Freundinnen, Freunden und allen, die ihn unterstützen. Unsere Ziele bleiben die vollständige rechtliche Gleichstellung und die uneingeschränkte gesellschaftliche Anerkennung.

Der ColognePride drückt aber auch Selbstbewusstsein und Lebensfreude aus. Dass wir gemeinsam auftreten und demonstrieren, macht den Erfolg, die Stärke sowie die politische und gesellschaftliche Wirkung des CSD aus.

Traditionell findet der CSD in Köln am ersten Wochenende im Juli statt. Höhepunkt der politischen Meinungsäußerung ist auch in diesem Jahr wieder die CSD-Parade als Demonstration (07.07.). Weitere Highlights sind neben vielen anderen Events die Aids-Gala am Freitag (05.07.) und das Straßenfest in der Altstadt am gesamten Wochenende (05.-07.07.).

Der ColognePride bildet seit 2003 den Rahmen für ein zweiwöchiges Programm rund um den CSD Köln und startet in diesem Jahr am 22. Juni. Unter dem Dach des ColognePride bildet der WomenPride den Rahmen aller Veranstaltungen speziell für Frauen.

Der KLuST stellt sich quer…

Der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) ist als Veranstalter des ColognePride bereits seit vielen Jahren Mitglied von „Köln stellt sich quer“, ein Aktionsbündnis gegen die Aufmärsche von Rechtspopulisten. Schon lange vor den Großbaustellen in Ehrenfeld und auf dem Rathausvorplatz haben die Mitglieder des KLuST in ihrer kommunalpolitischen Erklärung von 2004 Stellung bezogen, und sich für den Bau einer repräsentativen islamischen Moschee und für den Bau eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur in Köln ausgesprochen.

Der Blick über den Tellerrand und ein gemeinsamer Kampf für Toleranz und Akzeptanz haben beim KLuST Tradition und werden fortgeführt, denn der ColognePride ist ein Festival der Emanzipation, eine Ausdrucksform und Gestaltung unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt und eine Demonstration für Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.

Die im KLuST versammelten Vereine, Gruppen und Einzelmitglieder verbinden mit dem CSD Köln gemeinsame Werte, die auch während der Parade zum Ausdruck kommen. Wir treten ein für einen weltoffenen, die Menschenwürde respektierenden CSD. Wir geben ein Beispiel für Respekt, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Toleranz. In der CSD-Parade ist deshalb kein Platz für frauenverachtende, rassistische und gewaltverherrlichende Darstellungen. Wir stehen für ein gleichberechtigtes Nebeneinander der verschiedensten Lebensentwürfe, soweit sie auf gegenseitiger Akzeptanz und gegenseitigem Respekt vor- und füreinander beruhen.

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“, so formuliert es das Grundgesetz in Artikel 3. Mit dem ColognePride werden diese Werte gelebt und alle sind herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam für diese Werte einzustehen und gewaltfreie Antworten auch gegen Rechtspopulismus zu finden.

Wir sind. Gegen Ausgrenzung, Rassismus und Neonazis. So oder so.