Wer wir sind

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Der 1991 gegründete Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. (KLuST) ist nicht nur Veranstalter des CSD Köln und des ColognePride, sondern auch kommunalpolitisch und überregional tätig.

Im Augenblick hat der KLuST etwa 260 Mitglieder_innen (Stand: Februar 2015), darunter Privatpersonen, schwul-lesbische Gastronomiebetriebe und Vereine.

Fünf ehrenamtliche Vorstandsmitglieder, ein Team aus ehrenamtlichen Unterstützern und die Geschäftsstelle mit einem hauptamtlich Beschäftigten arbeiten das ganze Jahr für unsere Belange in Köln.

Das Jahresbudget liegt bei ca. 170.000 Euro.

Arbeitsgebiete des KLuST e.V.

Kommunalpolitisch aktiv

Der KLuST e.V. leistet über das ganze Jahr hinweg kommunalpolitische Arbeit. So sind wir unter anderem Mitglied der Stadtarbeitsgemeinschaft “Lesben, Schwule und Transgender” (Stadt AG) und stehen in regem Austausch mit dem Katholikenausschuss und den in Köln und Umland zahlreich engagierten Vereinen und Institutionen der Community.

Zudem veranstaltet der KLuST Diskussionsrunden, Vorträge, den RainbowFlash (am 17. Mai jedes Jahres) und unterstützt verschiedene Projekte der Community.

Interessenvertretung der Mitglieder

Wir arbeiten eng mit der Stadt und der Verwaltung Kölns zusammen und sind Mitglied in verschiedenen Vereinen und Organisationen. So pflegen wir ein enges Netz inner- und außerhalb der Community, um die Interessen unserer Mitglieder_innen vertreten zu können. Wir geben Statements und Pressemitteilungen zu LGBTQI-relevanten Themen und mischen uns ein.

Die Stadt AG "Lesben, Schwule und Transgender"

Vorstand 2015Die StadtAG existiert als städtische Institution seit 2006 und tagt mehrmals im Jahr. Sie berät den Rat der Stadt Köln, dessen Ausschüsse, die Bezirksvertretungen und die Verwaltung zu Fragen, die Lesben, Schwule und Transgender betreffen. Die StadtAG entsendet Vertreter_innen in diverse Ausschüsse, so zum Beispiel in den Jugendhilfeausschuss oder Stadtentwicklungsausschuss. Die StadtAG sieht sich als Sprachrohr der LGBTQI-Community gegenüber der Kommunalpolitik und Verwaltung.

Mitglieder sind neben dem KLuST e.V. die folgenden Vereine und Institutionen: Bartmänner e.V. (Bären), Amigas e.V. (lesbische Unternehmerinnen), TX Köln (Transmenschen), anyway e.V. (Jugendzentrum), Rubicon (Beratungszentrum), Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) Ortsverband Köln, Aidshilfe Köln e.V. (Prävention), SC Janus e.V. (Sport).

Der Katholikenausschuss

katholikenausschuss_symbolDer Katholikenausschuss ist seit 1947 eine katholische Vertretungs-Institution seit und wirkt bei der Gestaltung von Kirche, Stadt und Gesellschaft mit. Er unterhält eine ständige Gesprächsrunde mit Vertreter_innen des KLuST e.V., dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. SkF und der Aidshilfe Köln und wirkt Diskriminierung und Ausgrenzung entgegen. Auch mit Hilfe eigens entwickelter gemeinsamer Projekte wird die Kommunikation zwischen schwul-lesbischer Community und der katholischen Kirche gestärkt.

"Wir stellen uns quer – Weg mit dem Brett"

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Als Reaktion auf die geplante (und im Fortgang verhinderte) Teilnahme einer rechtsextremen Partei an der ColognePride-Parade 2013 entstand die Kampagne “Wir stellen uns quer – Weg mit dem Brett”, an der sich mehr als 60 Vereine, Wirte, Veranstalter und Firmen beteiligten und die mit einem eigenen Wagen und unter großer Aufmerksamkeit an der Demo am CSD-Sonntag 2013 teilnahm. Den Schwung aus dieser Aktion hat das Projekt aufgenommen und nutzt ihn nun ganzjährig, um mit Hilfe von Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen die Ursachen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Rahmen von Aufklärungsarbeit auch in der Community zu bekämpfen. So fuhr der sog. “Wagen 99” auch im Jahr 2014 wieder in der Demo mit.
Der KLuST e.V. unterstützt diese Initiative regelmäßig inhaltlich und organisatorisch.

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Wie sich der KLuST e.V. finanziert

In der folgenden Grafik könnt ihr sehen, welche Einnahmequellen im Jahr 2014 welchen Anteil am Gesamtbudget hatten.

Lizenzgebühren des Straßenfests / Promomaterial
Spenden
Publikationseinnahmen
Allg. Lizenzgebühren und Sponsoring
Mitgliedsbeiträge
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Sparkasse2016
HelferInnen 2016

Der KLuST e.V. als ColognePride- und CSD-Köln-Veranstalter

Der Christopher Street Day Köln als Demonstration geht auf das Jahr 1991 zurück und findet seitdem ein Mal pro Jahr statt.  Inzwischen in Form einer zweiwöchigen Veranstaltungsreihe unter dem Titel “ColognePride“, mit dem CSD-Wochenende als großem Finale. An jedem ersten vollständigen Juli-Wochenende wehen die Regenbogenfahnen in der Stadt.
Laut einer Schätzung der Industrie- und Handelskammer Köln hat das CSD-Wochenende einen jährlichen Wirtschaftseffekt von 60 bis 70 Millionen Euro. Weit über 1 Millionen Besucher_innen besuchen die Veranstaltungen am CSD-Wochenende und demonstrieren damit aktiv für Vielfalt und Akzeptanz.

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Der ColognePride

Der ColognePride beginnt traditionell mit dem FantasyPride im Phantasialand in Brühl und bildet den Rahmen für mehr als 100 weitere Veranstaltungen. Etwa 40% der Events sind dabei Parties und Kneipenveranstaltungen, bei 35% liegt der Fokus auf Information und Politik. Jeder fünfte Event bietet den Besuchern und Gästen spannende Kultur, das Gedenken steht bei 5% der Veranstaltungen im Mittelpunkt. Der ColognePride endet mit seinem Höhepunkt: Dem CSD-Wochenende.

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    Das CSD-Wochenende

    Das dreitägige Straßenfest von Freitag bis Sonntag wird gestemmt von einer Vielzahl fleißiger Personen, darunter ungefähr 160 Ehrenamtler_innen, drei Gewerken (zwei Bühnenteams und der Straßenfestveranstalter), externen Dienstleistern (Security) und dem KLuST-Vorstand, -Beirat und -Mitarbeitern. Zusätzlich finden am Wochenende ca. 45 Kooperationsveranstaltungen statt – und am Sonntag Nachmittag natürlich die große CSD-Demonstration.

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      Das CSD-Straßenfest

      Das große CSD-Straßenfest findet von Freitag- bis Sonntagabend auf zwei großen Plätzen und mehreren Seitenstraßen im Herzen der Kölner Altstadt statt. Neben Dutzenden gewerblichen, gastronomischen und Community-eigenen Ständen, locken Haupt- und Politurbühne mit dem über 60 Stunden vielfältigen Programm zwischen Musik & Comedy, politischen Inhalten und Gedenkmomenten. Eröffnet wird das CSD-Straßenfest üblicherweise vom Oberbürgermeister der Stadt Köln.

      Die große Open-Air-Tanzfläche eingerechnet, feiern im Rahmen des Straßenfests jedes Jahr ca. 700.000 Besucher Vielfalt miteinander.

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        Die CSD-Demonstration

        Nach dem Kölner Rosenmontagszug ist die CSD-Demonstration die zweitgrößte Veranstaltung der Domstadt – und Europas reichweitenstärkste Demonstration für LGBTQI-Belange. Bis zu 140 Gruppierungen legen mit Fahrzeugen oder als Fußgruppen die Strecke von knapp 4 Kilometer mitten durch die Kölner Innenstadt zurück.
        Um einen reibungsarmen Ablauf bemühen sich dabei ca. 450 Helfer_innen als Ordner_innen an den Fahrzeugen, 45 ehrenamtliche Helfer_innen am Streckenverlauf und ein 9-köpfiges ehrenamtlich tätiges Organisationsteam. Das Budget für die Organisation und Durchführung liegt bei ca. 17.500 Euro, dazu kommen Sachspenden im Wert von etwa 20.000 Euro.

        Die Ausstrahlung einer politischen Kundgebung über einen lokalen Radiosender, die durch die parallel geschalteten Fahrzeuglautsprecher alle Teilnehmer_innen und Besucher_innen erreicht, wird der politische Charakter der Demonstration seit 2013 gestärkt. Sie wird von einem lokalen Fernsehsender und über das Internet live übertragen.

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