Liebe Pressevertreter_innen* und Interessierte,

nach der berechtigten Kritik über den geplanten Auftritt von Buju Banton auf dem Summerjam Festival haben wir uns mit den Veranstaltern des Festivals zusammengesetzt und unsere Bedenken in einem konstruktivem Gespräch dargelegt.

Wir waren uns alle einig, dass Homophobie und Aufrufe zu Gewalt und sogar Mord gegenüber LGBTIQ nirgendwo, egal ob in Köln oder in seiner Heimat, eine Bühne geboten werden darf. Die Veranstalter des Festivals konnten bei Buju Banton ein Statement erwirken, in dem er sich von seinem umstrittenen Song „Boom Bye Bye“ distanziert. Uns wurde versichert, dass sich der Sänger weder homophob äußern wird, noch besagten Song spielt. Unsere und vor allem Eure Aufmerksamkeit gegenüber Künstlern wie Buju Banton zeigt eindrucksvoll, dass man nicht folgenlos und unbeachtet gegen LGBTIQ hetzen kann. Lasst uns abwarten, ob sich Banton an seine eigenen Erklärungen hält. Wir werden die kommenden Auftritte Bantons genau verfolgen und sehr darauf achten, ob Banton sich homophob äußert oder zu Gewalt gegenüber LGBTIQ aufruft. In diesem Falle wäre ein Auftritt Bantons beim Summerjam Festival weiterhin untragbar.

Uns wurde die Möglichkeit eines Infostandes auf dem Festival angeboten, die wir leider sofort absagen mussten, organisatorisch und personell ist das parallel zum CSD-Wochenende von uns nicht realisierbar.

Bleiben wir aufmerksam, bleiben wir laut!

Oliver Lau für den Vorstand des KLuST e.V.