IDAHOBIT 2019 – 17. Mai 2019, Bahnhofsvorplatz HBF Köln

Liebe Medienvertreter*innen,

der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie ist in diesem Jahr ein ganz Besonderer!
Im Jahr des 50-jährigen Jubiläums des CSD hat sich die Kölner Community etwas ganz Außergewöhnliches einfallen lassen.

Über den Tag wird der IDAHOBIT für viele Menschen weit über den Dächern der Stadt mit Hilfe eines Flugzeugs angekündigt und in der gesamten Innenstadt wird der Infoflyer IDAHOBOT 2019 (siehe Anlage) durch viele ehrenamtliche Helfer*innen verteilt.

Nach dem Empfang der Kölner Oberbürgermeisterin wird es ab 18 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz (Domseite) verschiedene künstlerische Performances von jungen Künstler*innen geben, die sich mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auseinandersetzen (siehe Anlage).

Und zum FlashMob wird sich der Bahnhofsvorplatz in ein Meer von Regenbogenfahnen verwandeln, die größte Länderfahne der Welt, auf denen alle Staaten abgebildet sind in denen Homosexualität verfolgt und bestraft wird, spielt auch eine Rolle für dieses schöne und symbolträchtige Bild!

Wir würden uns im Jubiläumsjahr über eine entsprechende Berichterstattung sehr freuen und stehen ihren für Fragen jederzeit zur Verfügung!

 

Kontakt:

Oliver Lau
Vorstand und Pressesprecher des Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.
T: 0151-19149987

Uwe Weiler
Organisationsleitung und Demoleiter, Geschäftsführer Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.
T: 0172-4437770

Ina Wolf
Vorstand und Pressesprecherin des Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.
T: 0171-8971812

 

Living Exhibition – IDAHOBIT 2019

Während der Demo auf dem Bahnhofsvorplatz anlässlich des IDAHOBIT* Days werden verschiedene kleine Performances/Aktionen junger Künstler*innen des Vereins Roots & Routes e.V. stattfinden, die sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfallt auseinandersetzen. Dabei sind „feste“ und „sich bewegende“ Aktionen angedacht.

Die verschiedenen Stationen sind:

Feste Stationen:

Die Bereiche der Performances sollen mit Klebeband auf dem Boden umrandet und so auch sichtbar gemacht werden, so dass kleine „Bühnen“ entstehen.

1. Love vs. Hate
Performer: Anbid Zaman & Adam Parrott

Ein Bett steht auf dem Bahnhofsvorplatz. Darin sitzen zwei Männer und genießen die Zeit zu zweit, kuscheln, unterhalten sich – es setzt ein Zeichen für offenes Zeigen von Liebe (es wird nichts passieren, was nicht mit dem Gesetz vereinbar ist). In der Nähe des Betts wird ein Haufen Steine aufgestellt, der Hass symbolisiert: Dieser erinnert an die politische Situation in einigen Ländern, in denen Homosexualität immer noch unter Todesstrafe, teils durch Steinigung, steht (besonders aktuell durch Brunei auch in den Medien).

2. Ich hör dir zu!
Performer:     Jasper Beckmann

An dieser Station wird Menschen Zeit, Aufmerksamkeit, Ruhe, ein Lächeln und/oder eine Umarmung geschenkt. Der Performer wird mit Schildern, die drauf hinweisen was Menschen erwartet, bereitstehen und alle Menschen, die möchten, empfangen und ihnen Zeit, Zuhören und ggf. eine Umarmung schenken. Es geht um Austausch miteinander, das Teilen von Gedanken, Ideen und um das Füreinander-da-Sein und Menschlichkeit.

3. Free Yourself
Performerin: Teya Beth Leonard Quarmyne

Die Tanzperformerin schreibt sich verschiedene Wörter und Aussagen auf den Körper. Dies können Zuschreibungen oder Selbstaussagen sein (Beispiel: „bisexuell“, „doing it for attention“, „kann sich nicht entscheiden“). Je nach Bedarf wischt sie sich dann diese Aussagen wieder ab, um sich symbolisch davon frei zu machen. Es geht um die Reflexion von Stereotypen, um die persönliche Auseinandersetzung mit Labels und deren Vor- und Nachteilen.

 

Sich frei bewegende (inter)- aktive Stationen:

1. Stamp dich frei!
Performer*innen:    Conny Beißler, Rahel Düx + x
Zwei Menschen gehen mit einem Bauchladen durch die Menge. In diesem Bauchladen befinden sich Stempel mit Labels und Bezeichnungen, mit denen Menschen sich selbst stempeln können. Darunter werden Wörter sein wie: lesbisch, schwul, Mann, Frau, trans, inter, non, binary, etc (mit dem Versuch, möglichst viele Identitäten abzudecken), aber auch andere Begriffe wie: cake …

Besuchende werden motiviert, für sich passende Begriffe auszusuchen und sich zu stempeln und damit ihre Diversität zu präsentieren und nach Hause zu tragen. Auf der anderen Seite soll dadurch auch deutlich gemacht werden, dass diese Labels Selbstdefinitionen sind, die von keiner anderen Person aufgedrückt werden sollten, und dass diese wandelbar sind. So können die Wörter auch kombiniert werden (zB „a“ mit „romantisch“, etc). Durch Begriffe, die keinen direkten Bezug zum Thema Gender und sexuelle Vielfalt haben, wird das Ganze aufgelockert; Labels können frei gewählt werden und keine Person wird gedrängt, sich zu labeln.

Die Wörter sind:
Woman, fluid, man, sensual, trans, gender, inter, demi, connection, boy, cake,  girl, pink auto, blue, allo, love, human, sexual, identity, nonbinary, rights, gay, Seepferdchen, lesbian, Einhorn, bi, masculine, stereo, feminine, types, cis, shell, hetero, share, assigned, respect, amorous, movement, homo, rainbow, transition, acceptance, queer, alternative, multi, a, romantic, poly, pan

2. AufbeWegung
Performerin: Amelie HermDas Thema der Performance ist Selbstakzeptanz in der Begegnung mit anderen Menschen. Die Künstlerin wird sich dafür relativ unauffällig auf verschiedenen Ebenen der Domtreppen bewegen (laufend, sitzend, etc.) und den Menschen dabei begegnen. Hierfür wird sie sich auf die Leute zubewegen, sie spiegel etc. und dann aber immer wieder zu sich selbst zurückkehren. Die Bewegungen werden dabei nicht abrupt oder aggressiv, sondern eher vorsichtig und herantastend sein.
Die Intention dabei ist es zu irritieren und Gedanken bezüglich Zugehörigkeit und Gemeinschaft anzustoßen.

3. Foto-Messages
Performer: Yves Sandwich
Menschen werden angesprochen, ob sie bereit sich, sich mit einem politischen Statement zum IDAHOBIT-Day fotografieren zu lassen. Diese Fotos können dann auf Facebook oder Instagram veröffentlicht werden, um so den Forderungen auch ein Gesicht zu geben.

 

Ende vor dem Flashmob:

Free your Body
Am Ende werden die Performer*innen ihre „Bühnen“/Stationen verlassen und sich zu einem Instrumentalsong in die Nähe der Freitreppe bewegen und dort tanzen. Dabei ist keine gemeinsame Choreografie geplant, sondern gemeinsamer freier Tanz, zu dem auch die Umstehenden eingeladen werden: Der Körper bewegt sich und wird frei.