Der KLuST fordert: Kein Auftritt des homophoben Hasspredigers Franklin Graham in der Kölner Lanxess Arena

Das „Festival of Hope“, das am 20. Juni 2020 in der Kölner LANXESS-Arena stattfindet, hat als Hauptredner den erzkonservativen Prediger Franklin Graham eingeladen. Graham fällt immer wieder durch homophobe und islamfeindliche Äußerungen auf.

Ausgerechnet in die LGBTIQ* Hochburg Köln hat das sogenannte „Festival of Hope“ zu einer Großveranstaltung am 20. Juni 2020 in die Kölner LANXESS-Arena eingeladen. Als Hauptredner soll der erzkonservative Franklin Graham, ein fundamental christlicher Prediger, auftreten. Graham fällt immer wieder durch homophobe und islamfeindliche Äußerungen auf.

Er ist einer der bekanntesten Vertreter und Werber der sogenannten „Homo-Heilung“, die bei uns in diesem Jahr verboten wird. Graham erklärt Homosexuelle zu „Feinden“ der Christen, sofern sie Ihre Sexualität „nicht bereuen“ und hetzt gegen andere Minderheiten und Muslime. 2015 rief er zum Boykott LGBTIQ*-freundlicher Unternehmen auf und lobte Putins Gesetz gegen „Homo-Propaganda“.

Wir fordern dass, die LANXESS-Arena angesichts der zu erwartenden homophoben Hetze und Muslimfeindlichkeit gegen die Einladung von Franklin Graham vorgeht. Es gibt zahlreiche LGBTIQ*- Veranstaltungen in der LANXESS-Arena, die weit über Köln hinaus bekannt sind.

Daher appellieren wir an das Management der Arena, Hass keine Bühne zu bieten.

Wir befürchten, dass bei der großen Zahl der homo-, trans- inter- sowie biphoben radikalchristlicher Besucher*innen Übergriffe möglich sind. An diesem Wochenende werden zahlreiche Besucher*innen zur offiziellen Eröffnung des zweiwöchigen Cologne-Pride Festivals in Köln erwartet.

Köln ist eine tolerante, bunte und diverse Stadt. Daher fordern wir auch die Politik auf, hier klar gegen den menschenfeindlichen christlichen Fundamentalismus Stellung zu beziehen und alles zu unternehmen, damit dieser Hass in Köln keinen Platz bekommt.

Geplante Auftritte in Sheffield und Liverpool wurde nach Protesten bereits abgesagt. Dazu sagte Joe Anderson, Bürgermeister von Liverpool „dass die Absage die richtige Entscheidung gewesen sei, da Liverpool eine vielfältige Stadt sei und stolz auf seine LGBTQ-Community ist“. (OL)

Köln, den 10.02.2020

Der Vorstand, Geschäftsführer und Beirat des Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.