Home Event-Archiv IDAHOBIT 2019

IDAHOBIT 2019

Am 17. Mai 2019 treffen wir uns um 18 Uhr zur Kundgebung auf dem Alter Markt und bilden im Anschluss zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie eine Regenbogen-Menschenkette der Solidarität über die Deutzer Brücke in Köln. Es ist ein Zeichen für die Gesellschaft aus aller Welt, das Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie unnötig ist. Das Colouring der Menschen macht die Welt erst zu einem Planeten der Vielfalt. Wo jeder Mensch so leben soll, wie er es möchte.

Es handelt sich hierbei um eine gemeinschaftliche Aktion vieler Akteure und Organisationen der Kölner Community.

Treffpunkt
Bahnhofsvorplatz Hbf Köln, Köln


Barrierefreiheit
An der Veranstaltung können Menschen mit einer Seh-, Geh- und Hörbehinderung uneingeschränkt teilnehmen.
Wenn du einen Gebärdendolmetscher benötigt, melde dich bitte bei uns.

Ansprechpartner_in: KLuST Geschäftsstelle (office@colognepride.de)


Living Exhibition – IDAHOBIT 2019

Während der Demo auf dem Bahnhofsvorplatz anlässlich des IDAHOBIT* Days werden verschiedene kleine Performances/Aktionen junger Künstler*innen des Vereins Roots & Routes e.V. stattfinden, die sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfallt auseinandersetzen. Dabei sind „feste“ und „sich bewegende“ Aktionen angedacht.

Die verschiedenen Stationen sind:

Feste Stationen:

Die Bereiche der Performances sollen mit Klebeband auf dem Boden umrandet und so auch sichtbar gemacht werden, so dass kleine „Bühnen“ entstehen.

1. Love vs. Hate
Performer: Anbid Zaman & Adam Parrott

Ein Bett steht auf dem Bahnhofsvorplatz. Darin sitzen zwei Männer und genießen die Zeit zu zweit, kuscheln, unterhalten sich – es setzt ein Zeichen für offenes Zeigen von Liebe (es wird nichts passieren, was nicht mit dem Gesetz vereinbar ist). In der Nähe des Betts wird ein Haufen Steine aufgestellt, der Hass symbolisiert: Dieser erinnert an die politische Situation in einigen Ländern, in denen Homosexualität immer noch unter Todesstrafe, teils durch Steinigung, steht (besonders aktuell durch Brunei auch in den Medien).

2. Ich hör dir zu!
Performer: Jasper Beckmann

An dieser Station wird Menschen Zeit, Aufmerksamkeit, Ruhe, ein Lächeln und/oder eine Umarmung geschenkt. Der Performer wird mit Schildern, die drauf hinweisen was Menschen erwartet, bereitstehen und alle Menschen, die möchten, empfangen und ihnen Zeit, Zuhören und ggf. eine Umarmung schenken. Es geht um Austausch miteinander, das Teilen von Gedanken, Ideen und um das Füreinander-da-Sein und Menschlichkeit.

3. Free Yourself
Performerin: Teya Beth Leonard Quarmyne

Die Tanzperformerin schreibt sich verschiedene Wörter und Aussagen auf den Körper. Dies können Zuschreibungen oder Selbstaussagen sein (Beispiel: „bisexuell“, „doing it for attention“, „kann sich nicht entscheiden“). Je nach Bedarf wischt sie sich dann diese Aussagen wieder ab, um sich symbolisch davon frei zu machen. Es geht um die Reflexion von Stereotypen, um die persönliche Auseinandersetzung mit Labels und deren Vor- und Nachteilen.

 

Sich frei bewegende (inter)- aktive Stationen:

1. Stamp dich frei!
Performer*innen:    Conny Beißler, Rahel Düx + x

Zwei Menschen gehen mit einem Bauchladen durch die Menge. In diesem Bauchladen befinden sich Stempel mit Labels und Bezeichnungen, mit denen Menschen sich selbst stempeln können. Darunter werden Wörter sein wie: lesbisch, schwul, Mann, Frau, trans, inter, non, binary, etc (mit dem Versuch, möglichst viele Identitäten abzudecken), aber auch andere Begriffe wie: cake …

Besuchende werden motiviert, für sich passende Begriffe auszusuchen und sich zu stempeln und damit ihre Diversität zu präsentieren und nach Hause zu tragen. Auf der anderen Seite soll dadurch auch deutlich gemacht werden, dass diese Labels Selbstdefinitionen sind, die von keiner anderen Person aufgedrückt werden sollten, und dass diese wandelbar sind. So können die Wörter auch kombiniert werden (zB „a“ mit „romantisch“, etc). Durch Begriffe, die keinen direkten Bezug zum Thema Gender und sexuelle Vielfalt haben, wird das Ganze aufgelockert; Labels können frei gewählt werden und keine Person wird gedrängt, sich zu labeln.

Die Wörter sind:
Woman, fluid, man, sensual, trans, gender, inter, demi, connection, boy, cake,  girl, pink auto, blue, allo, love, human, sexual, identity, nonbinary, rights, gay, Seepferdchen, lesbian, Einhorn, bi, masculine, stereo, feminine, types, cis, shell, hetero, share, assigned, respect, amorous, movement, homo, rainbow, transition, acceptance, queer, alternative, multi, a, romantic, poly, pan

2. AufbeWegung
Performerin: Amelie Herm

Das Thema der Performance ist Selbstakzeptanz in der Begegnung mit anderen Menschen. Die Künstlerin wird sich dafür relativ unauffällig auf verschiedenen Ebenen der Domtreppen bewegen (laufend, sitzend, etc.) und den Menschen dabei begegnen. Hierfür wird sie sich auf die Leute zubewegen, sie spiegel etc. und dann aber immer wieder zu sich selbst zurückkehren. Die Bewegungen werden dabei nicht abrupt oder aggressiv, sondern eher vorsichtig und herantastend sein.
Die Intention dabei ist es zu irritieren und Gedanken bezüglich Zugehörigkeit und Gemeinschaft anzustoßen.

3. Foto-Messages
Performer: Yves Sandwich
Menschen werden angesprochen, ob sie bereit sich, sich mit einem politischen Statement zum IDAHOBIT-Day fotografieren zu lassen. Diese Fotos können dann auf Facebook oder Instagram veröffentlicht werden, um so den Forderungen auch ein Gesicht zu geben.

 

Ende vor dem Flashmob:

Free your Body
Am Ende werden die Performer*innen ihre „Bühnen“/Stationen verlassen und sich zu einem Instrumentalsong in die Nähe der Freitreppe bewegen und dort tanzen. Dabei ist keine gemeinsame Choreografie geplant, sondern gemeinsamer freier Tanz, zu dem auch die Umstehenden eingeladen werden: Der Körper bewegt sich und wird frei.

Ort: Bahnhofsvorplatz, Köln

 


Navigation

Datum

17. Mai 2019

Uhrzeit

MEZ
18:00 - 20:00

Preis

kostenfrei

Barrierefreiheit

Für Gehbeeinträchtigte ✅,
Für Hörbeeinträchtigte ✅,
Für Sehbeeinträchtigte ✅

Veranstalter

Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.
Website
https://www.colognepride.de